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Ich mach denn mal nen Anfang..

Hass. Das Gegenteil von Liebe? Wohl kaum, wenn es Menschen gibt, für die die Empfindung Hass noch zu schade ist.

Gleichgültigkeit. DAS ist das Gegenteil von Liebe.. Wenn man jemanden hasst ist trotzdem noch ein Gefühl da. Aber wenn man einem Menschen gleichgültig gegenüber steht, wo bleibt das Gefühl..?

Und das macht mir Angst. Es macht mir Angst zu wissen, dass es Menschen gibt die mir so egal sind, dass ich sie, obwohl ich sie kenne nicht vermissen würde, wenn sie von jetzt auf gleich von dieser Erde verschwinden würden. Der Gedanke macht mir Angst.. Das Leben macht mir Angst.. Worauf arbeiten wir in unserem Leben hin? Wir werden geboren, gehen in den Kindergarten, dann in die Schule, danach in eine neue Schule von dort aus vielleicht zur Uni, dann in den Beruf, irgendwann später gehen wir in Rente und vegitieren vor uns hin bis wir irgendwann an altersschwäche sterben. Wo bleibt da der Sinn? Was wäre denn, wenn niemand auf der Welt Geld hätte, es keine Schulen gäbe, niemand lesen und schreiben könnte und wir einfach LEBEN würden.. Leben und leben lassen.. Schlicht weg GLÜCKLICH sein..

Ich bin mir ebenfalls darüber im Klaren, dass es ohne Trauer kein Glück geben kann. Aber dann bin ich lieber gar nichts von beidem als beides. Alles oder nichts.. ich würde das Nichts wählen..

Wieso müssen Menschen sich gegenseitig immer übertrumpfen? Wenn auch nur ein einziger damit aufhören würde, wäre ein großer Schritt getan.

Wieso müssen Menschen immer zeigen wie mächtig sie sind? Wenn auch nur ein einziger seine Waffen wegstecken würde, wären wir dem Weltfrieden einen großen Schritt näher. Es ist naiv zu glauben, dass ein einziger die Welt verändern kann, ich bin mir dessen sehr wohl bewusst. Aber was ist, wenn dieser einzige der letzte Mensch ist der eine Waffe besitzt?

und...

"Was ist wenn der eine mehr als ein einzelnder wäre?"(Zitat aus "Die Bücherdiebin" von Markus Zusak) ....

2 Kommentare 14.4.08 14:59, kommentieren



Einfach ich

Ja, einfach ich. Bin ich wirklich so, wie manche mich sehen? Viel zu jung um sich probleme anzuhören und dabei zuhelfen? Zu klein um zu verstehen, was in der Menschlichen Seele so abläuft? Zu Naiv um die Welt zuverstehen? Vielleicht bin ich dies ja alles. Doch wieso fühle ich mich dann blöd, wenn jemand sagt "Ari, du bist zu klein!", "Ari, du bist zu jung!", "Ari, du bist so süß naiv!"

Aber ich bin nicht zu jung um anderen ihren Scheiß hinterher zuschleppen, nicht zu klein um mir blöde Kommentare anzuhören, nicht zu naiv um anderen etwas zu erklähren.

"Ari, du kannst das nunmal nicht", "Ari, seit wann kennst du denn Fremdwörter?", "Ari, frag nicht. Das ist einfach so". Diese Sätze höre ich so oft. Lohnt es sich dann noch zufragen? Fragen, um die Welt zu verstehen. Fragen, um zu wissen was los ist und was für Probleme man hat. Fragen, um nachzuvollziehen, wie die Menschliche Seele funktioniert? Doch wer sagt das schon einem zu jungem, zu kleinem und zu naivem Kind, wie ich es bin?

Für mich lohnt es sich nicht im Selbstmittleid zuversinken. Doch wenn ich zu jung, zu klein und zu naiv bin, wie schaffe ich es dann dieses hier zuschreiben? Wenn ich nicht wüsste, wie die Menschliche Seele funktioniert, würde ich es dann schaffen, das alles auszudrücken? "Ari, was kannst du schon für Probleme haben?" ja, was kann ich schon für Probleme haben. Happy. Das einzige Wort was ich zu kennen scheine. Immer freundlich. Nie darf ich sagen, was ich denke. Nie darf ich ausdrücken, was ich fühle. Denn wenn ich das tue, werde ich komisch angeschaut. "Ari, spinnst du?" Ja, vielleicht bin ich verrückt. Doch haben verrückte nicht auch Gefühle, die verletzt werden können? Haben verrückte nicht auch das Recht, sich so zugeben wie sie sind? Haben verrückte nicht auch Gedanken, die sie loswerden wollen?

Muss man denn immer eine Antwort auf alle Fragen parat haben? Reicht es nicht, wenn man zuhört und mitleidet?

Muss man immer punktum da sein, um keinen Streit mit der besten Freundin zu haben?

Muss man den anderen gefallen um richtig zu Leben?

Muss man unbedingt den Klassenclown spielen, nur um sich eigentlich zuverstecken?

Muss man Selbstbewusst sein, um fragen zustellen?

Muss man jemanden ärgern, um selber das zuverstecken, weshalb man den anderen provoziert?

Muss man Depressiv sein, um über das Sein dieser Welt nachzudenken?

Sollte es nicht so sein, dass jeder leben kann wie er möchte? 

Sollte es nicht so sein, dass jeder seine eigenen Gedanken hat und diese auch äußert?

Sollte es nich so sein, dass andere einen nehmen wie man ist?

Sollte es nicht so sein, dass man nicht nur auf die Äußeren Werte achtet? 

Sollte es nicht so sein?

In Wirklichkeit sind die anderen die Naiven. In Wirklichkeit sind die anderen zu jung. In Wirklichkeit sind die anderen zu klein. In Wirklichkeit liegt es an der Arroganz mancher, weshalb nicht jeder sein Leben so lebt, wie man es selber möchte. In Wirklichkeit sind die jenigen, die nach außen Selbstbewusst scheinen alles andere als das. In Wirklichkeit sind die ängstlichen die Mutigen. In Wirklichkeit sind die "hässlichen" die jenigen, die die wahre Schönheit in sich tragen...

1 Kommentar 14.4.08 19:39, kommentieren

Einfach ein paar flüchtige Gedanken..

Letztens hat jemand, der mir sehr nahsteht gesagt "Ich bin auch nicht mehr die jüngste.. Ich hab nicht mehr viel Zeit.. ich will am Ende nicht da stehen und sagen 'Es ist alles schief gegangen..'.."

Um ehrlich zu sein hat das ne ganz schöne Welle in mir ausgelöst.. das hier ganz genau zu beschreiben wäre nem Tagebucheintrag ähnlich und das is mir zu persönlich.. was ich aber eigentlich dazu sagen wollte ist, dass mir bewusst geworden ist wie kurz das Leben ist. Und wie viel Zeit wir vergeuden mit Kram, der total unnötig ist..

"Weißt du wie viel Sterne über Nacht verglühn? Weißt du wie viel rote Rosen allzu schnell verblühn? Weißt du wie viel Zeit man einfach so vergeudet und vertreibt, sie kommt nie zurück drum kümmer dich um die, die dir noch bleibt.."(Weißt du wie - Pur)

das trifft es ganz genau auf den Punkt.. Wir leben jeden Tag nach "Hey, bis morgen.." "hast du nächste woche schon was vor? Lass uns uns doch mal wieder treffen!" "Morgen ruf ich meine Freundin an, mit der ich seit jahren nichts zu tun hatte"... jedes einzelne menschliche Leben kann von heute auf morgen zu ende sein.. hart aber wahr.. Wieso leben wir trotzdem so, als würden wir ewig leben? Weil wir angst haben? Angst vor dem Tod? Ich glaube nicht, dass es einen einzigen menschen gibt, der angst vor dem tod hat. Es ist viel mehr die tatsache, dass es etwas im Leben eines Menschen gibt, dass er nicht kontrollieren kann und dass er nicht kennt.. ich denke dass es eher daran liegt, dass die meisten menschen angst vor dem tod haben.. das unbekannte wird gemieden. ist der tod deshalb ein tabu-thema? Genau wie alles andere auch, was den menschen unangenehm ist? "..Da ist jemand der Probleme hat.. einfach ignorieren, der wird sich schon einkriegen.. was soll ich mich darum kümmern? Das ist doch peinlich.. der ist nicht NORMAL.."  klasse Einstellung.. damit kommt man ganz bestimmt sehr weit.. wer entscheidet was NORMAL ist und was nicht? Gibt es jemanden, der sich hinstellt und sagt "deine nase gefällt mir nicht, du bist nicht NORMAL.." oder wie darf man sich das vorstellen? Ich weiß wie kleinkarriert das klingt, aber wer zum Henker legt fest was normal ist und was nicht? Nur weil ALLE so sind ist das NORMAL? Und wieder.. was der mensch nicht kennt findet er komisch und meidet er..

Ja, schaut einfach weg. Ignoriert alles was euch unangenehm ist. So wird sich ganz bestimmt einiges ändern. so werden wir ganz bestimmt bald in einer besseren welt leben...

16.4.08 22:22, kommentieren

Die Welle..

Heute wars denn endlich soweit.. wir ham die Welle gesehn.. was mir dabei durch n Kopf geht..? ne Menge.. es sind teilweise einzelne Sätze wie "Die Reichen werden immer reicher und die Armen immer ärmer.." aber auch Themen die kurz angesprochen werden wie "stolz auf sein Land sein".. da wirft sich eine der vielen Fragen auf über die ich stundenlang debatieren könnte. Wieso darf jeder Mensch auf der Welt stolz auf sein heimatland sein nur die Deutschen nicht? Wenn ich sage "Ich bin stolze Deutsche" würde ich sfort als Nazi abgestempelt werden. Aber wenn .b. ein Amerikaner sagt "Ich bin stolzer Amerikaner" wer würde da sagen dass dieser Ami ein nazi ist? Nazi bedeutet ja nicht, dass man für Hitler ist, sondern lediglich "Nazionalsozialist".. jeder kann ein Nazi sein ohne auch nur an Hitler zudenken..

was ich noch denke..? Das es beängstigend ist, wie leicht man einen Menschen beeinflussen kann.. Ganz besonders die, die nicht gemocht werden und keine Freunde und keine Familie haben...

Außerdem kann ich den Lehrer verstehen.. Klar ist es toll angehimmelt zu werden.. es ist toll wenn jeder das macht was man sagt.. ist ja auch einfacher.. wir wären keine Menschen wenn wir nicht immer den einfachen Weg wählen würden..

Wie ich mich nach dem Film gefühlt hab..? Klein und hilflos.. mir ging der Film ziemlich nah.. der war sehr realistisch.. als ich aus dem Kino gegangen bin kam mir die Fröhlichkeit drumherum und mein Leben unwirklich vor..

Was ich traurig finde ist die Tatsache, dass Leute dabei warn, die das völlig kalt gelassen hat... jaa.. wie lustig da schießt ein Junge einen anderen an und das wird erstmal kommentiert mit "haaahaaa guck mal wie der aussieht! was zieht der denn für ne fresse?! haaahaaa!".. das zeugt natürlich von umheimlicher intelligenz.. ich weiß nicht wie ich es einschätzen soll, aber ich glaube dass die, die sich über den Film lustig gemacht, ihn nicht verstanden haben..

17.4.08 20:38, kommentieren